Berufsmatura

Die Gewerbliche Berufsschule Chur bietet verschiedene Berufsmaturarichtungen an:

  • Berufsmatura technischer Richtung während der beruflichen Grundbildung (TBM 1)
  • Berufsmatura gestalterischer Richtung während der beruflichen Grundbildung (GBM 1)
  • Berufsmatura gestalterischer Richtung Vollzeitlehrgang nach der beruflichen Grundbildung (GBM 2)
  • Berufsmatura technischer Richtung Vollzeitlehrgang nach der beruflichen Grundbildung (TBM 2)
  • Berufsmatura naturwissenschaftlicher Richtung Vollzeitlehrgang nach der beruflichen Grundbildung (NBM 2)

Die Ausbildungslehrgänge der Berufsmittelschule während der beruflichen Grundbildung dauern sieben Semester und starten normalerweise mit dem Beginn der Lehre. Lernende, die eine vierjährige berufliche Grundbildung absolvieren, beenden die Berufsmittelschule ein Semester vor Lehrende; Lernende, die eine dreijährige berufliche Grundbildung absolvieren, besuchen die Berufsmittelschule nach dem Ende der Berufslehre noch während eines Semesters. Dieses System bietet den Vorteil der Entflechtung von Berufsmatura-Prüfungen und dem Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung.

Der erfolgreiche Abschluss der Berufsmittelschule führt zur Fachhochschulreife. Berufsmaturandinn/en werden grundsätzlich zum Bachelorstudium an einer FH zugelassen. Inhaberinnen und Inhaber einer Berufsmaturität ohne berufliche Grundausbildung in einem der Studienrichtung verwandten Beruf werden unter Vorbehalt allfälliger Numerus Clausus-Bestimmungen oder einer Eignungsabklärung prüfungsfrei aufgenommen, wenn sie eine mindestens einjährige Arbeitswelterfahrung nachweisen.

Spezialfall: der gestalterische Vorkurs
Wer an einer Fachhochschule eine künstlerisch-gestalterische Studienrichtung belegen möchte, absolviert im Vorfeld in der Regel statt eines einjährigen Praktikums in der Arbeitswelt einen von den Schulen für Gestaltung angebotenen Gestalterischen Vorkurs, teilweise auch Propädeutikum genannt. Zur Aufnahme ist ein Bewerbungsdossier einzureichen und ein selektives Eignungsverfahren zu durchlaufen. Der erfolgreich absolvierte Vorkurs ist neben dem zwingenden zusätzlichen Aufnahmeverfahren Bedingung für die Aufnahme in Bachelorstudiengänge an Fachhochschulen für Gestaltung.

Das Berufsmaturazeugnis mit bestandener Ergänzungsprüfung (Passarelle) ermöglicht das Studium an einer Schweizer Hochschule (Universität oder ETH).

Berufsmaturitätsverordnung