Geschichtliche Entwicklung

1779 "Besonderer Unterricht" zur schulmässig Ausbildung des Handwerkes, der städtischen Elementarschule angegliedert.
1828 Erste Anregungen zur Schaffung einer selbständigen Gewerbeschule als Grundstein der beruflichen Fortbildungsschule.
1842 Eröffnung der "Sonntags-Zeichnungsschule" durch den Verein der Feuerhandwerker
1845 Übernahme der "Sonntags-Zeichnungsschule" durch den Meisterverein (Zimmerleute, Schreiner, Rädermacher, Sattler und verwandte Berufe).
1885 Erstmalige Abgabe von Zeugnissen. Für Mitglieder des Gewerbevereins und "Schützlinge des Hilfsvereins für arme Knaben" war der Unterricht kostenlos. Lehrlinge von Nichtmitgliedern hatten Fr. 3.-- pro Jahresstunde Schulgeld zu bezahlen. Der Staatsbeitrag überstieg Fr. 200.-- nie.
1886 Übernahme der Schule durch die Stadt Chur gegen anfänglich starke Opposition des Gewerbevereins.
Die Sonntagsschule wurde unter der Bezeichnung "Gewerbliche Fortbildungsschule" mit 117 Schülern weitergeführt. Der Unterricht wurde weiterhin an Sonntagen erteilt. Um den Schülern den Kirchenbesuch zu ermöglichen, wurden sie von 09.00 Uhr bis 10.00 Uhr dispensiert. Von diesem Recht soll häufig Gebrauch gemacht worden sein. Gleichzeitig wurde auch Abendunterricht von 20.00 bis 22.00 Uhr eingeführt.
1895 Heftiger Widerstand der Lehrmeister gegen eine Vorverlegung des Abendunterrichtes auf 18.00 bis 20.00 Uhr. Der Beschluss, der auf Drängen des eidg. Experten hin gefasst wurde, musste rückgängig gemacht werden, um die Existenz der Schule nicht aufs Spiel zu setzen.
1908 Der Abendunterricht wurde auf 19.00 Uhr festgesetzt.
1913 Erfolgreiche Beteiligung der Schule an der städtischen Gewerbeausstellung.
1914 Die Schule vertritt auf Wunsch des Kleinen Rates den Kanton Graubünden an der Landesausstellung in Bern.
1918 Verlegung des Sonntagsunterrichtes auf Werktage.
1919 Die Schule erhält den Namen "Gewerbeschule Chur".
1920 Inkraftsetzung des kantonalen Lehrlingsgesetzes und das damit verbundene Schulbesuchobligatorium lässt die Schülerzahl stark ansteigen. Die Stadt stellt je ein Lokal auf der "Metzg" und in der Schneiderzunft zur Verfügung.
Das Bundesgesetz über die berufliche Ausbildung brachte weitere Reformen, z.B. kein obligatorischer Unterricht nach 20.00 Uhr. Verhandlungen zwischen Schule und Berufsverbänden führten zum Resultat, dass der obligatorische Unterricht ganz auf Tagesstunden verlegt werden konnte. Im Gebäude der Schuhmacherzunft wurden infolge Wegzugs des Kindergartens zwei weitere Räume für die Gewerbeschule frei.
1937 Die Schule feierte ihr 50-Jahre Jubiläum. Der Unterricht wurde in neun verschiedenen Häusern, die teils weit auseinender lagen, erteilt.
1939
   -
1945
Während der Kriegsjahre wurde der Schulbetrieb infolge Belegung der Schullokale durch das Militär, sowie durch die Dienstpflicht von Lehrpersonen und älteren Schülern arg strapaziert. Die Schülerzahl verringerte sich von 400 auf 358.
Im 10 Millionen Franken umfassenden städtischen Arbeitsprogramm für die Nachkriegsjahre war kein Posten zur Lösung der prekären Raumverhältnisse der Gewerbeschule vorgesehen.
1947 Claudio Gritti wurde als erster Hautpleher an die Gewerbeschule gewählt. Er übernimmt gleichzeitig auch das Amt des Rektors.
1950 Die Einwohnerschaft stimmt einer Schulhausvorlage zu, die den Bau von zwei neuen Primarschulhäusern und den Ausbau des Grabenschulhauses für die Gewerbeschule vorsieht.
1953 Offizielle Übergabe des umgebauten Grabenschulhauses an die Gewerbeschule.
1957 Neues Ausfühungsgesetz zum Bundesgesetz über die berufliche Ausbildung. Es regelt u.a. die Beitragsleistungen an Schule und Kurswesen, das einen wesentlichen Faktor der Berufsausbildung darstellt.
1959 Das Erziehungsdepartement genehmigt eine neue Verordnung für die Gewerbeschule, welche die Anpassung an neuzeitliche Verhältnisse regelt.
1960 Übersteigt die Schülerzahl mit 1050 zum ersten Mal die Tausendergrenze.
1966 Der Bruttokredit von Fr. 16.1 Millionen zum Bau eines neuen Gewerbeschulhauses durch das Architekturbüro Andres Liesch, kombiniert mit einer Zivilschutzanlage, wird im März genehmigt. Schon im Oktober wird mit dem Bau begonnen.
1969 Ende August wechseln rund 2000 Schüler und Schülerinnen vom Schulhaus an der Grabenstrasse ins das neue an der Scalettastrasse. Joachim Caluori tritt gleichzeitig sein neu geschaffenes Amt als Konrektor an.
1972 Wird die Berufsmittelschule als selbständige Abteilung der Gewerbeschule angegliedert.
1975 Feiert der Gewerbeverein sein 75jähriges Bestehen. In Zusammenarbeit mit der Gewerbeschule wird in den Räumen der Gewerbeschule eine grossanlgelegte Berufsschau veranstaltet.
1976 Gibt Rektor Claudio Gritti sein Amt an seinen bisherigen Konrektor Joachim Caluori weiter. Urs Vogt übernimmt den Posten des Konrektors.
1977 Das Gewerbeschulhaus wird um eine Etage aufgestockt.
1978 Mit dem Bundesgesetz über die Berufsbildung vom 19. April 1978 wird die Anlehre als Ausbildungsmöglichkeit für Jugendliche, die vornehmlich praktisch begabt sind, mit 2 Klassen verwirklicht.
1982 Die Schulleitung wird mit Alfred Schneller erweitert. Er hat sich in der Funktion des Abteilungsvorstehers vor allem den neuen Technologien in der Berufsausbildung zu widmen.
1983 Der Stadtrat bewilligt den Anschluss der Gewerbeschule an die EDV-Anlage der Stadt. Ab diesem Zeitpunkt läuft die ganze Administration der Schule mit rund 2800 Berufslernenden über EDV. Der Gemeinderat genehmigt das Projekt des Architekturbüros Andres Liesch für die Turn- und Sportanlage der Gewerbeschule und gibt den erforderlichen Bruttokredit von Fr. 12.6 Millionen frei.
1985 Der Gewerbeschule wird das freiwillige Berufswahljahr (Berufswahlschule) angegliedert.
1986 Die unterirdische Sportanlage wird eingeweiht und bezogen.
Rektor Joachim Caluori wird zum Regierungsrat gewählt. Der Berufsschulrat bestimmt Konrektor Urs Vogt zum Nachfolger. Als neuer Konrektor amtet Gion Antoni Derungs.
1989 Unterrichtsbeginn für neueingetretene Berufslernende ist erstmals nach den Sommerferien. Bisherige Schülerinnen und Schüler beenden ihre Lehrzeit Ende Mai. Für die "verdünnte" Übergangsphase wird ein LehrerInnenfortbildungsprogramm initiiert.
1990 Der Stadtrat beschliesst ein Reglement für die Langzeitfortbildung von hauptamtlichen Berufsschullehrpersonen und ein Reglement für zinslose Darlehen an Bewerberinnen und Bewerber für die Ausbildung zur eidg. dipl. Berufsschullehrperson am Eidgenössischen Institiut für Berufspädagogik (SIBP) in Zollikofen.
1993 Der Gemeinderat beschliesst eine neue Verordnung für die Gewerbeschule. Sie nennt sich neu Gewerbliche Berufsschule (GBC). Rektor, Konrektor und Abteilungsvorsteher werden zum Direktor und zu Vizedirektoren. Gleichzeitig werden sämtliche schulinternen Unterlagen revidiert und angepasst.
Die Berufsmittelschule schloss bis anhin mit einem eidgenössischen Diplom ab. Mit Beginn des Schuljahres 1993/1994 wird die Technische Berufsmatura gestartet, die mit dem Berufsmaturazeugnis abschliessen wird.
Die Umsetzung des neuen Rahmenlehrplanes für die Allgmeinbildung in einen Schullehrplan beginnt.
Schulleitung und Lehrpersonen erarbeiten ein Leitbild für die GBC.
1996 Die ersten Berufsmaturaausweise können abgegeben werden.
Auflösung der Stiftung Gewerbebibliothek. Die Räumlichkeiten werden in der Folge zur Dokumentationsstelle der GBC umgebaut.
1997 Die Berufsmittelschule Chur, die zur Technischen Berufsmatura führt, wird eidgenössisch anerkannt.
1998 Vizedirektor Gion Antoni Derungs wird zum Sekretär der Lia Rumantscha gewählt. Neuer Vizedirektor wird Ueli Florin.
1998 Die GBC entschliesst sich, im Rahmen des Projektes "Zertifizierung von Berufsschulen" des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) die Zertifizierung nach EN ISO-9001:2000 anzustreben.
2000 ISO-Anerkennung durch SQS.
2001 Direktor Urs Vogt geht in Pension. Als Nachfolger tritt Peter Andres am 1. August 2001 das Amt an.
Es wird eine Mediationsstelle an der GBC eingerichtet.
2002 Die Auto- und Landmaschinenmechaniker beziehen die neuen Unterrichtsräume an der Sommeraustrasse in Chur.
Die zwei Schilftage werden der Thematik Kommunikation und Suchtverhalten gewidmet. Tagungsort ist Arflina, Fideriser Heuberge.
Der Gemeinderat beendet einen 12-jährigen Arbeitskampf und beschliesst für die Lehrpersonen neu eine wöchentliche Lektionenzahl von 25.
2003 Vorbehaltlose Rezertifizierung.
Das Schuljahr wird auf 40 Unterrichtswochen verlängert.
Totalrevision der Verordnung der Gewerblichen Berufsschule Chur wird durch den Gemeinderat erfolgreich angenommen.
2004 Die neue Verfassungssoftware wird implementiert und bei den Lehrpersonen eingeführt.
Die drei Schilf-Tage der Gewerblichen Berufsschule Chur werden der Thematik Gesundheits- und Qualitätsentwicklung gewidmet. Tagungsorte sind Nottwil und Luzern.
Pensionierung Vizedirektor A. Schneller, Wahl des neuen Vizedirektors R. Peng.
2005 Spatenstich zur Raumerweiterung.
Der 1. Lehrgang der gestalterischen, berufsbegleitenden BMS wird gestartet.
Die Schul- und Disziplinarordnung der GBC wird total überarbeitet und vom Berufsschulrat auf August 2006 in Kraft gesetzt.
2006 Der neue Maschinenbautrakt wird auf Schuljahresbeginn in den Schulbetrieb integriert.
Die Erneuerung der gesamten Haustechnik in der TSA ist abgeschlossen.
3 Schulentwicklungstag in Arosa werden der Thematik "Nachhaltiges Lernen" gewidmet. Daraus abgeleitet startet eine freiwillige Lehrpersonenweiterbildung (70 Personen) für die Jahre 2006/2007 an der GBC.
Im November wird die GBC für weitere 3 Jahre rezertifiziert.
2007 Die GBC wagt einen gewaltigen Schritt in der Qualitätsentwicklung. Das neue Q-System von European Fundation fort Quality Management (EFQM) wird als strategisches Ziel verankert.
2008 1. Selbstbewertung nach EFQM durchgeführt.
3 Schulentwicklungstage zu den Themen "EFQM" und "Humor im Unterricht" in Scuol durchgeführt.
Interessengruppen GBC dokumentiert.
1. Strategie der GBC für die Jahre 2009 - 2012 durch den Berufsschulrat bewilligt.
Augrund der stark gestiegenen Nachfrage wird das Angebot der Mediationsstelle ausgebaut.
2009 Umfassende SWOT-Analyse erstellt.
1. Fremdbewertung in Zusammenarbeit mit Berufsbildungszentrum Goldau durchgeführt.
Berufsmatura nach der Lehre (Gestalterische BM) gestartet.
2010 Nach Abschluss der ersten berufsbegleitenden Ausbildung von Lernenden in der Berufsmatura gestalterischer Richtung während 7 Semestern, erteilte das BBT der GBC die definitive Bewilligung zur Durchführung dieser Ausbildung an der GBC.
Im November 2009 wurde die GBC nach dern Neuen Norm ISO 9001:2008 für 3 weitere Jahre ohne Vorbehalte rezertifiziert. Zudem erreichte die GBC im März 2010 als 3. Berufsfachschule der Schweiz den Status "Committed to Excellence" nach  EFQM.
Ab April 2010 führt die GBC ein datenbasiertes Cockpit ein. Damit werden alle relevanten Daten der Bildungsinstitiution, welche sich aus Strategie, Leitbild und pädagogischem Gundkonsens ergeben, über mehrere Jahre dargestellt, trendmässig verfolgt und zur Strategieüberarbeitung beigezogen.
Diverse elektronische, externe bearbeitete Umfragen bei Lehrpersonen, Lernenden und weiteren externen Kunden liefern im 2-Jahresrhythmus wertvolle Hinseise zur Weiterentwicklung der GBC.
2011 Die GBC erreicht als erste gewerbliche Berufsschule der Schweiz das Qualitätslabel "SWISS OLYMPIC PARTNER SCHOOL" von Swiss Olympic für die Jahre 2012 - 2016.
Externe EFQM-Bewertung durch die Fachhochschule Bern ergibt einen Punktewert von 317 Punkten.
Die GBC nimmt mit den Informatikern einen neuen, unabhängigen Schulungsraum in Betrieb.
Lernende der Köche und Polygrafen geben ein eigenes Kochbuch heraus. Die Laudatio hält Chrüter Oski und als Götti ist der königliche Koch des britischen Adels - Tony Mosimann - persönlich bei der Vernissage anwesend. Zudem gewinnen die Lernenden der Polymechanik erstmals den RobOlympic-Wettbewerb der Fachhochschule Rapperswil.
3 Schulentwicklungstage in Quarten.
Zum 10-jährigen Jubiläum der Mediationsstelle wurde an den Schulentwicklungstagen der Fachmann Dr. Toni Berthel und sein Team für die Weiterbildung gewonnen.
2012 An den RobOlympics (Schweizer Robotermeisterschaften) gewann das Team der GBC erstmals die Gesamtwertung. Das Team aus dem Maschinenbau wurde während Monaten durch die Lehrpersonen in unzähligen Wochenendeinsätzen auf den Event vorbereitet.
Die technische Ausrüstung aller Schulzimmer wurde abgeschlossen. Nun verfügt jedes Zimmer die neuste Arbeits- und Präsentationsmittel.
Die GBC wird im November ohne Vorbehalte nach ISO 9001:2008 rezertifiziert. Es wird ihr ein hohes Leistungspotential und eine effiziente Führung von extern attestiert.
Die GBC präsentierte sich an der Berufsschau "fiutscher" des Bündner Gewerbeverbandes als attraktive und professionelle Bildungsstätte. Der Gewerbeverband wünscht ein weiteres Engagement in den kommenden Jahren.
2013 An der GBC wird das Projekt Hausaufgabenhilfe sehr erfolgreich umgesetzt. Das attraktive Angebot wird erweitert und in den Schulalltag integriert.
Anlässlich des 2-tägigen externen Assessment nach EFQM erreicht die GBC den sehr hohen Wert von 441 Punkten und ist damit unter den Bildungsinstitutionen Spitzenreiter der Schweiz.
Die Schulungsräume der GBC werden um 6 Klassenzimmer in einem provisorischen Containerbau erweitert.
Die zwei Schulentwicklungstage standen unter dem Titel: Qualität im Unterricht, im Prozesshandling und im vorbildlichen Verhalten. 120 Lehrpersonen und 10 Personen der Verwaltung nahmen daran teil.
2014 Die GBC bekommt eine professionelle Intranet-Plattform. Das Holprinzip für Lehrpersonen wird eingeführt.
Die GBC übernimmt von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) die Technische Berufsmatura nach der Lehre (TBM 2). 11 Lehrpersonen werden in die GBC integriert und 3 Vollzeitklassen geführt.
Der erste Bericht zur GBC nach den EFQM-Kriterien wird erstellt und allen GBC-Beteiligten zum Studium verteilt.
2015 Die GBC wurde im November 2015 von der Firma SQS nach der neuen Norm ISO 9001:2015 für weitere 3 Jahre ohne Vorbehalt rezertifiziert.
SWISS OLYMPIC erteilte der GBC für weitere 4 Jahre das Label als Swiss Olympic Partner School. Im Bericht wurde die exemplarisch gute Arbeit der Sportkoordinationsstelle hervorgehoben.
Nachdem 6 Assessorinnen und Assessoren von Esprix Excellence Swiss die GBC während 5 Tagen eingehend durchleuchtet haben, wurde die GBC als Finalistin zur Esprixverleihung 2016 nominiert. Neu hat die GBC den Status von EFQM Recognised for Excellence, 4 Star, erreicht. Die Gewerbliche Berufsfachschule ist eine der wenigen 4 Stern-Schulen in der Schweiz.
2016 Die GBC führt die Plattform "GBC Drive" für den Austausch von Daten und Informationen zwischen Lehrpersonen und Lernenden/Studierenden ein.
Im Rahmen des "Swiss Arbeitgeber Award 2016" belegt die GBC den 3. Rang unter den Unternehmungen bis 249 Mitarbeitende.
Im Rückblick auf die 15-jährige Tätigkeit der Mediationsstelle ist festzustellen, dass rund 1200 Menschen am Beratungsprozess teilgenommen haben.
2017 Nach 16 Jahren tritt der Direktor Peter Andres in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt Lukas Schaffner am 1. Juli 2017 an.
An der Berufsmaturitätsschule startet die 4-semestrige BM 2 Teilzeit nach der Lehre in der Ausrichtung Technik Architektur und Life Sciences.